Stahlbranche

Deutscher Stahlmarkt: Auf Erholung folgt Stagnation

Die deutsche Stahlbranche hat sich rasch von den tiefen Produktionseinbrüchen während der Rezession erholt. Allerdings hat der Aufschwung merklich an Kraft verloren. Im Verlauf dieses Jahres sowie im kommenden Jahr dürfte die Rohstahlproduktion demnach stagnieren. Dies ist eines der Ergebnisse des aktuellen Stahlberichts des RWI. Steigender Kostendruck durch teurere Rohstoffe und sinkende Stahlpreise dürften dazu führen, dass die Beschäftigtenzahl in der Stahlindustrie weiter sinken wird. Die weltweite Rohstahlerzeugung dürfte zunächst zurückgehen und erst im kommenden Jahr wieder leicht zunehmen.

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Anstieg der Stahlproduktion schwächt sich im Juli weiter ab

In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres sind damit den weiteren Angaben zufolge mehr als 26,2 Millionen Tonnen Rohstahl hergestellt worden, 59 Prozent mehr als 2009. Für den weiteren Jahresverlauf rechnet der Verband allerdings mit geringeren Zuwachsraten. Denn der bisherige Anstieg spiegele nach wie vor wider, dass die ersten Monate des vergangenen Jahres stark von der Krise gezeichnet gewesen seien.

Wie der Branchenverband weiter mitteilte, legten die Bestellungen für Walzstahlerzeugnisse zwischen April und Ende Juni gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 23 Prozent zu. Im Vergleich zum Auftaktquartal sei der Ordereingang jedoch um sieben Prozent zurückgefallen. Grund seien die zeitlich befristeten Impulse im Winter aus Lagerergänzungen von Händlern und Verarbeitern.

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